Kann Stillen die Rückbildung etwa negativ beeinflussen?

Vorne weg: Stillen ist für die Gesundheit des Kindes und die Bindung zwischen Mama und Kind enorm wichtig! Wer Stillen kann, sollte das unbedingt auch tun!

Wieso stillende Mütter sich aber einfach länger mit der Rückbildung beschäftigen sollten, als andere, erkläre ich in diesem Beitrag.

Hormone sind wichtig, denn diese helfen, dass das Gewebe sich während der Schwangerschaft und Geburt dehnen kann. Die Hormone halten das Gewebe also weich, damit sich der Bauch während der Schwangerschaft vergrößern kann und sich auch der Beckenboden während der Geburt dehnen kann.

Wie Hormone die Rückbildung beeinflussen

Nach der Geburt helfen die Hormone dann ebenso, dass sich die Gebärmutter zurückbildet. Doch das Gewebe bleibt noch weich, denn stillende Frauen benötigen eine „weiche“ Brust, damit das Baby ernährt werden kann. Deshalb produzieren Mütter während des Stillens weiterhin Hormone. Diese produzierten Hormone sind wichtig, können jedoch die Rückbildung negativ beeinflussen.

Während der Rückbildung wird der Beckenboden gezielt gekräftigt und mit speziellen Bauchmuskelübungen wird die Rektusdiastase stabilisiert und der Bauchmuskel gekräftigt. Es ist zu beobachten, dass sich die Rektusdiastase und der Beckenboden bei nicht stillenden Müttern wesentlich schneller regeneriert und stabilisiert, als bei stillenden Müttern. Das liegt einfach an den Hormonen, die stillende Mütter produzieren. Denn das Gewebe wird vom Körper „weich“ gehalten, damit das Kind gut an der Brust saugen kann.

Solltest du also auch noch an einer Rektusdiastase leiden oder solltest du noch Beckenbodenprobleme haben und du bist noch am Stillen, dann liegt es an den Hormonen. Also lass dich nicht stressen, bei dir dauert es einfach etwas länger, deshalb ist es aber doppelt so wichtig regelmäßig Rückbildungsübungen durchzuführen.

Wie lange ist Stillen dann sinnvoll?

Stillen ist für die Gesundheit des Kindes und die Beziehung zwischen Mama und Kind sehr wichtig. Deshalb gibt es keine Gründe nicht zu stillen oder das Stillen vorzeitig zu beenden! Die WHO (World-Health-Organisation) empfiehlt 6 Monate voll zu stillen und dann mit Beikost mindestens bis zum 1. Jahr weiter zu stillen, denn die Muttermilch versorgt das Kind mit wichtigen Nährstoffen. Wie lange das Kind dann noch weiter gestillt wird, sollte jede Mama und Kind selbst entscheiden.

Fazit: Stillen ist wichtig! Stillende Mamas sollten aber auf jeden Fall länger Rückbildungsübungen machen!